House of Responsibility

责任之家

जिम्मेदारी का घर

Casa de la Responsabilidad

Maison de la responsabilité

بيت المسؤولية

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Casa da Responsabilidade

Rumah Tanggung Jawab

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Haus der Verantwortung

責任の家

Nyumba ya Wajibu

Sorumluluk Evi

Nutzung des Geburtshauses von Adolf Hitler als weltweites Lernzentrum über Verantwortung, Demokratie und Antisemitismus

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Дом на отговорността

Kuća odgovornosti

“Es ist keine angemessene Idee, das Geburtshaus von Adolf Hitler in eine Polizeistation zu verwandeln. Es sollte ein dynamisches Zentrum sein, in dem Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zusammenkommen, um sich zu treffen und über Demokratie und Antisemitismus zu lernen. Ein Haus der Verantwortung wäre aus Sicht des Simon Wiesenthal Centers sehr wichtig und wertvoll.”

Rabbi Abraham Cooper
Associate Dean und
Direktor für Globale Soziale Aktion
Simon Wiesenthal Zentrum

Die Idee

Das Haus der Verantwortung ist die Idee, im Geburtshaus Adolf Hitlers eine internationale Begegnungsstätte und einen Lernort mit dem Fokus auf junge Menschen zu etablieren. Menschen aus allen Ländern, Hintergründen, Religionen und Kulturen sollen sich treffen, um zu diskutieren, zu lernen und Projekte zu entwickeln, die sich um den Begriff der Verantwortung in den Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft drehen.

Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens.” (Hans Jonas)

Mehr über die Idee

“Das Haus, in dem Adolf Hitler geboren wurde, in eine Polizeistation zu verwandeln, scheint eine höchst unpassende Bezeichnung und eine sehr schlechte und gedankenlose Wahl zu sein, zumal das völkermörderische Nazi-Regime, das von der Person, die dort geboren wurde, angeführt wurde, tatsächlich einen Polizeistaat schuf. Ich unterstütze die alternative Idee, ein “Haus der Verantwortung” als Ort zur Förderung von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit, kultureller Vielfalt und inklusiver Gesellschaft an diesem Ort von so großer symbolischer Bedeutung einzurichten. Ähnlich wie in Südafrika, wo der berüchtigte Gefängniskomplex Nummer 4 aus der Apartheid-Ära in das Verfassungsgericht des Landes, den Sitz des höchsten Gerichts des Landes, umgewandelt wurde, sollte dieses Haus in einen Ort der Bildung und des kritischen Denkens verwandelt werden, an dem Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden können. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die nicht verpasst werden sollte!”

Tali Nates
Gründerin und Direktorin Johannesburg Holocaust & Genocide Centre

Was kannst du tun?

Du kannst eine unterstützende Einzelperson, ein HRB-Fellow oder eine Partnerorganisation werden. Als unterstützende Einzelperson können wir deine Unterstützung kundtun und dich zu geeigneten Veranstaltungen einladen. Als HRB-Fellow nimmst du für einen längeren Zeitraum an unserem Programm teil. Als Partnerorganisation kannst du uns HRB-Fellows schicken und gemeinsam mit uns Programme entwickeln.

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Was unsere Unterstützer sagen

“Es ist mir wichtig, dass an einem Ort wie dem Hitler-Geburtshaus in Braunau Grundprinzipien eines jeden demokratischen Staates, Freiheit, Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit, mit jungen Menschen thematisiert werden und dies auch klar nach außen gezeigt wird. Damit werden der vernichtenden Ideologie des Nationalsozialismus jene grundlegenden Werte entgegengestellt, zu der wir uns heute bekennen und die wir aktiv leben müssen, damit derartige menschenverachtende Ideologien nie mehr Raum greifen können. Gleichzeitig wird damit jungen Menschen der einzig gangbare Weg der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte vorgezeigt, auch wenn sie schmerzhaft ist: der Weg der aktiven Reflektion und Analyse sowie der Schlüsse für unsere heutige Demokratie. Dies soll vor Ort in Braunau geschehen, der damit nie wieder von Leugnern der Geschichte als Treff- und Ankerpunkt verwendet werden kann, weil genau dort kritische junge Menschen zusammenkommen, die sich auch später und an anderen Orten für die Prinzipien von Freiheit, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit einsetzen.”

Christian Autengruber, Diplomat, Österreichisches Außenministerium

„Die Initiative zur Errichtung eines Hauses der Verantwortung im „Hitler-Haus“ in Braunau am Inn stellt aus meiner Sicht ein sinnvolles Signal dar, dass Österreich einen ehrlichen Umgang mit seiner Vergangenheit pflegt und sich der daraus resultierenden Verantwortung für die Zukunft bewusst ist.“

Arad Benkö, Ehem. österreichischer Botschafter in Georgien

“Mit großer Begeisterung unterstütze ich das “House of Responsibility“. Meines Erachtens ein immens wichtiges Projekt, um in Österreich einen konstruktiven Umgang mit der Person Adolf Hitler zu befördern und um im immer noch nicht ausgestandenen Prozess der Vergangenheitsbewältigung einen großen Schritt weiter zu kommen. Abreißen ist dabei keine Lösung, denn abreißen heißt verdrängen. Das Haus könnte ein interaktives Demokratie- und Bildungszentrum werden, welches sich auf die Arbeit mit Kindern fokussiert. Das Geburtshaus Adolf Hitlers steht für die dunkle Vergangenheit und Kinder repräsentieren die Zukunft Österreichs. So könnte man zusätzlich zu einer Dauerausstellung ein jährliches, internationales Kinder-Symposium veranstalten. Eine Art „Mini-Alpbach“, bei dem Braunau am Inn eine ganze Woche ganz im Zeichen des Symposiums steht und die BürgerInnen Braunaus am Kongressgeschehen partizipieren und der Tourismus des Ortes profitiert. Das Programm sollte von österreichischen Schulen im Rahmen von SchülerInnenprojekten ausgearbeitet und mit internationalen Beiträgen bereichert werden.”

Martha Bißmann, Österreichische Politikerin, von 2017 bis 2019 im Nationalrat

“Wir verstehen, dass das Projekt in Braunau am Inn einige Kontroversen hervorgerufen hat, die auf der natürlichen, gesunden Reaktion beruhen, alles abzulehnen, was sich mit Hitler in Verbindung bringen lässt. Die Bewohner von Braunau am Inn haben jedoch nicht weniger Verantwortung als andere österreichische Bürger in Bezug auf das Gedenken, das Engagement für die Wahrung und den Schutz der Menschenrechte und den Kampf gegen Bigotterie. Die Einrichtung des “Haus der Verantwortung” wäre kein Schandfleck für Braunau am Inn, sondern ein Mittel, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden.”

Abraham H. Foxman, Nationaler Direktor der ADL - Anti-Defamation League
“Ich darf mich den KritkerInnen anschließen und denke auch, dass die geplante Neugestaltung des Hitler-Geburtshauses und die damit verbundenen Plänen nicht der richtige Weg sein können. Diese sogenannte “Neutralisierung” bedeutet Verdrängung statt Auseinandersetzung mit den Fakten. Ich sehe es so und stimme mit Willi Mernyi überein, wenn er sagt, dass “man die Welt offenbar vergessen lassen will, dass der schlimmste Massenmörder der Geschichte in Braunau geboren wurde. Dieser Ansatz ist inhaltlich falsch und wird auch so nicht funktionieren. Man muss zu dem stehen, was war.”

Mit einer “Neutralisierung” kann das Geschehene – die Geschichte – nicht ausgelöscht oder eben “neutralisiert” werden. Und Geschichte sollte auch nicht unsichtbar gemacht werden. Wir tragen Verantwortung und müssen danach trachten, Geschichte sichtbar zu machen.

Ich bin der Meinung, dass Erinnerungskultur für uns Nachgeborene nur mit Bemühungen wie den Ihren funktionieren kann!”

Sandra Gerdenitsch, Landesgeschäftsführer der SPÖ Burgenland und Mitglied des österreichischen Bundesrates

“Gerne bin ich bereit, die Initiative zur Errichtung eines Hauses der Verantwortung – House of Responsibility – im Geburtshaus von Adolf Hitler zu unterstützen. Sie kann zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beitragen, die wiederum die Voraussetzung dafür ist, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.”

Irmgard Griss, Ehem. Präsidentin des österreichischen Obersten Gerichtshofs

“Natürlich hätte ich nichts, aber auch gar nichts dagegen, aus dem Geburtshaus von Adolf Hitler ein Haus der Verantwortung zu machen. Eine andere Möglichkeit wäre, das Haus einfach abzureißen. So ist es mit einigen Nazi-Bauten in Deutschland geschehen, damit sie nicht zu einer Pilgerstätte für Neonazis werden. Eine andere Möglichkeit wäre, das Gegenteil zu tun. Das Haus könnte zum Beispiel der jüdischen Gemeinde oder einem Verein gestiftet werden, der sich den Verfolgten des NS-Regimes insgesamt widmet, also neben den Juden auch den Sinti und Roma, den Homosexuellen, den Menschen mit Behinderung und der Vielzahl der politisch Verfolgten und Hingerichteten. Wenn das Haus erhalten bleibt, muss es auf jeden Fall dazu dienen, das Gegenteil von Hitler zu repräsentieren.”

Gregor Gysi, Deutscher Rechtsanwalt, Politiker (Die Linke), Autor und Moderator

“Ich unterstütze den Plan für das Haus der Verantwortung, denn es wird jungen Menschen die Möglichkeit geben, Wege zu erkunden, wie sie als Weltbürger Hass und Antisemitismus bekämpfen können. Bei diesem Projekt geht es nicht darum, der Rolle Adolf Hitlers ein Denkmal zu setzen, sondern zu sagen, dass wir der Dunkelheit der 1930er und 1940er Jahre etwas Gutes abgewinnen können, dass wir uns gemeinsam erinnern, aufklären und im Angesicht des Bösen handeln und Gutes für die Welt tun können.”

Chris Harris, CEO des Holocaust Centre of New Zealand

“Die Geschichte von Hitlers Vergangenheit und seiner damaligen Politik kann in Büchern und Zeitschriften auf der ganzen Welt nachgelesen werden. Der Ursprung dieser Geschichte sollte jedoch nicht ignoriert werden. Es liegt in der Verantwortung jeder entwickelten Gesellschaft, Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen. Meiner Meinung nach ist der beste Ausgangspunkt, um Verantwortung zu übernehmen, Braunau, denn dort beginnt die Geschichte. Daher unterstütze ich das Haus der Verantwortung.”

Festus Imarhiagbe, CEO Fesima Agro Consultancy

“Was für ein hervorragender Weg, um der Welt die Kraft der Erlösung und Vergebung zu demonstrieren und dass die Liebe am Ende den Hass überwindet. Vergebung bedeutet nicht, zu vergessen, sondern nur, die Erinnerung besser zu nutzen und die Fehler der Vergangenheit nie wieder geschehen zu lassen. Ich würde gerne helfen, wo immer ich kann, um dies zu ermöglichen.”

Kevin Kelly, Direktor des Dayton International Peace Museum, Ohio, USA

“Gerne unterstütze ich Ihren Vorschlag, in Hitlers Braunauer Geburtshaus ein Haus der Verantwortung einzurichten. Es ist höchste Zeit, dass sich Österreich zu seiner Verantwortung an den Verbrechen des Dritten Reiches bekennt. Natürlich trägt unser Land keine Schuld darin, dass Adolf Hitler zufällig auf der rechten Innseite zur Welt kam. Wohl aber haben die Österreicherinnen und Österreicher den Führer beim sogenannten Anschluss begeistert empfangen und waren jahrelang bereit, ihm zu folgen. Ein Haus der Verantwortung in Braunau kann helfen zu verhindern, dass dergleichen sich bei uns oder anderswo wiederholt. Und es kann die Erinnerung an die Österreicherinnen und Österreicher wachhalten, die den Mut hatten, sich zu widersetzen.”

Stefan Klein, Der erfolgreichste deutschsprachige Wissenschaftsautor der Welt

“Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihre unglaublich wichtige Arbeit bedanken. Gerade in Zeiten, in denen sich Hass und Hetze wieder mehr und mehr ausbreiten, ist eine engagierte Erinnerungsarbeit unverzichtbar. Es ist für uns alle von großer Bedeutung, dass Gedenken an die furchtbare Zeit der NS-Diktatur und an deren Opfer aufrechtzuerhalten. Nie wieder das unvorstellbare Grauen des Holocausts und die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten gewähren lassen, ist für jede Demokratin und jeden Demokraten eine immerwährende Verpflichtung. Dazu gehört auch der Erhalt von Stätten der Mahnung, der Erinnerung und der Aufklärung. Nur wenn wir dauerhaft den nachfolgenden Generationen vor Augen führen, welche menschenverachtende Ideologie durch Personen wie u.a. Adolf Hitler verbreitet wurde, haben wir eine Chance deren Wiedererstarken aufzuhalten. Dabei muss es uns aber gelingen, dass diese Stätten nicht zu Pilgerstätten für die verblendeten Anhängerinnen und Anhänger dieser grauenhaften Ideologie werden. Der von Ihnen angesprochene Weg, das Gebäude zu einem „Haus der Verantwortung“ zu machen, erscheint mir hierbei sehr geeignet. Wenn ich Ihnen dabei politische Unterstützung leisten kann lassen Sie mich dies bitte wissen.”

Natascha Kohnen, Mitglied des Bayerischen Landtags seit 2008 und Landesvorsitzende der BayernSPD seit 2017

“Wir verstehen sehr gut, dass das, was zunächst als Stigma erscheinen mag, in Wirklichkeit ein enormes Potenzial für die Aufklärung heutiger und zukünftiger Generationen über die Gefahren von Fremdenfeindlichkeit und anderen Arten von Vorurteilen darstellt. Wir hoffen, dass dieses ehrgeizige Projekt zum Wohle der österreichischen und internationalen Besucher des Ortes Wirklichkeit wird.”

Tomasz Kuncewicz, Direktor des Auschwitz Jewish Center

“Wir schreiben, um die Einrichtung eines “Hauses der Verantwortung” in dem Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau im Inn zu unterstützen. Das European Roma Rights Centre ist seit über 10 Jahren ein engagierter Teilnehmer am österreichischen “Gedenkdienst”-Programm. Wir sind sehr dankbar, dass uns Jahr für Jahr junge motivierte österreichische Holocaust-Gedenkdiener geschickt werden. Sie leisten einen enormen Beitrag zu unserer Arbeit. Der Holocaust an den Roma ist immer noch ein vernachlässigter und oft vergessener Teil der europäischen Geschichte, der stärker aufgearbeitet werden muss, vor allem in Zeiten, in denen rechtsextreme und romafeindliche Politiker in europäischen Ländern, auch in Österreich, auf dem Vormarsch sind. Es besteht auch die Notwendigkeit, öffentliche Unterstützung für die Rechte der Roma zu zeigen. Roma sind weiterhin tagtäglich Opfer von Menschenrechtsverletzungen, darunter Hassverbrechen, illegale Zwangsräumungen und schulische Segregation.
Dies ist eine einmalige Gelegenheit für Österreich, sein Bewusstsein für historische und andauernde Übergriffe gegen Roma zu demonstrieren und denjenigen, die sich für die Rechte der Roma einsetzen, einen Raum für ihre Arbeit zu bieten. Wir verstehen, dass die Menschen in Braunau nicht mit Hitlers Erbe in Verbindung gebracht werden wollen, und wir teilen die Vision dieses Projekts, das, was jetzt eine unangenehme Erinnerung an die Vergangenheit ist, in ein aktives Denkmal für Frieden, Toleranz und interkulturellen Dialog zu verwandeln.”

Rob Kushen, Vorsitzender des Vorstands European Roma Rights Centre

“Ich unterstütze die Idee des Hauses der Verantwortung für das Geburtshaus von Adolf Hitler als weltweite Begegnungsstätte für junge Menschen, um Verantwortung und Demokratie zu lernen. Dieses Haus in eine Polizeistation zu verwandeln, ist eine schlechte Idee.”

Gideon Levy, Israelischer Journalist und Autor

“Ich persönlich finde die Idee, ein Haus der Verantwortung aus dem Geburtshaus von Adolf Hitler zu machen sehr passend. Verantwortung, in den unterschiedlichsten Facetten, ist ein in Österreich im öffentlichen Diskurs viel zu wenig Platz findender und diskutierter Grundwert für eine Demokratie westlicher Prägung. Jede Idee, die daher Verantwortung, egal in welchem Kontext, thematisiert – auch und gerade in Verbindung mit der Zeit des Dritten Reiches – ist begrüßenswert.”

Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

“Das Konzept für das Haus der Verantwortung hat meine volle Unterstützung. In diesem Haus, in dessen Anbau ein Verbrecher zur Welt kam, ist zu gedenken, aber auch die Verantwortung zu übernehmen, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Verfolgung und Vernichtung nirgendwo teilnahmslos hinzunehmen.”

Gerhard Mangott, Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Innsbruck

“Die Idee mit dem Haus der Verantwortung ist für mich die einzig mögliche Lösung. Es würde auch der Stadt und Gemeinde Braunau letztlich helfen.”

Ursula Moser, Ehem. Professorin am Institut für französische und spanische Literatur an der Universität Innsbruck

“Das Haus, in dem Adolf Hitler geboren wurde, in eine Polizeistation zu verwandeln, scheint eine höchst unpassende Bezeichnung und eine sehr schlechte und gedankenlose Wahl zu sein, zumal das völkermörderische Nazi-Regime, das von der Person, die dort geboren wurde, angeführt wurde, tatsächlich einen Polizeistaat schuf.

Ich unterstütze die alternative Idee, ein “Haus der Verantwortung” als Ort zur Förderung von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit, kultureller Vielfalt und inklusiver Gesellschaft an diesem Ort von so großer symbolischer Bedeutung einzurichten. Ähnlich wie in Südafrika, wo der berüchtigte Gefängniskomplex Nummer 4 aus der Apartheid-Ära in das Verfassungsgericht des Landes, den Sitz des höchsten Gerichts des Landes, umgewandelt wurde, sollte dieses Haus in einen Ort der Bildung und des kritischen Denkens verwandelt werden, an dem Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden können. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die nicht verpasst werden sollte!”

Tali Nates, Gründerin und Direktorin des Johannesburg Holocaust & Genocide Centre

“Ich glaube, dass dieses Projekt als Mittel des Gedenkens wichtig ist. Im Hebräischen heißt das Wort für Erinnerung Zecher, an den Hohen Feiertagen haben wir einen ganzen Abschnitt, der dem Gedenken gewidmet ist, Zichronot, nicht nur, um derer zu gedenken, die umgekommen sind, sondern auch, um an die Handlungen der Menschen zu erinnern, die ihren Tod verursacht haben. Wir müssen uns daran erinnern, dass der Holocaust durch die Handlung eines einzelnen Menschen und die Unterstützung und Komplizenschaft derer, die ihm dienten, geschah. Wenn wir versuchen, dies zu vergessen, werden wir zweifellos zulassen, dass es wieder geschieht. Das Haus der Verantwortung gibt uns einen physischen Ort, auf den wir unser Gedenken und unser zukünftiges Handeln gegen ein solches Verhalten konzentrieren können.”

Leon Natker, Associate Director für institutionelle Förderung im First Americans Museum

“Ich unterstütze das Haus der Verantwortung, weil es für viele junge Menschen ein guter Weg ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Indem wir aus der Vergangenheit lernen, können wir die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft für alle schaffen. Das Haus der Verantwortung ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses.”

Carson Philips, Geschäftsführer des Sarah and Chaim Neuberger Holocaust Education Centre in Toronto

“Ja, ich finde Ihre Idee eines “Hauses der Verantwortung” ausgezeichnet. Damit würde ein negativ besetzter Ort ins Positive gewandelt werden. Das nennt man “Heilung” und die brauchen wir ohnedies in unserer Zeit mehr denn je. (Und damit würde den Ewiggestrigen ihr Verehrungskult zerstört werden).”

Christian Prosl, Ehemaliger stellvertretender Generalsekretär im österreichischen Außenministerium und österreichischer Botschafter in Deutschland und den USA
“Ein schwieriges Erbe hat die Stadt Braunau zu verwalten. Ich finde Ihre Idee sich aktiv mit dem Geburtshaus im gesellschaftlichen Diskurs auseinanderzusetzen sehr wichtig. Sie wissen am besten, dass man dabei auch die Diskussionen zwischen 1945 und der Gegenwart in Betracht ziehen muss.
Ich wünsche Ihrer Idee viel Erfolg!”
Jan Sechter, Ehem. Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich

“Selbstverständlich bin ich gern dabei!”

Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien

“Gerne unterstütze ich Eure Initiative eines Hauses der Verantwortung in Braunau am Inn. Wir brauchen in der Geburtsstadt Adolf Hitlers ganz besonders einen täglichen Weckruf dafür, dass Hetzjagden auf Menschen, Unterdrückung und Vernichtung anderer Meinungen und Hautfarben bis zum Völkermord im 21. Jahrhundert nicht mehr vorkommen dürfen. Vor allem für junge Menschen ist der Nazi-Horror des 2. Weltkrieges nur mehr eine abstrakte Erzählung, die durch das Haus der Verantwortung lebendig werden kann.”

Andreas Stadler, Österreichischer Botschafter in Polen

“Die Idee, gerade aus dem Geburtshaus Adolf Hitlers ein „house of responsibility“ zu machen, finde ich genial. Welcher Ort würde sich wohl besser dafür eignen? Über viele Jahre dachten wir, dass sich Geschichte – schon gar die unsägliche des Nationalsozialismus – niemals wiederholen würde. Der traurige und entwürdigende Umgang mit schutzbedürftigen Flüchtlingen aus den Krisengebieten, ein weiterer Wahlkampf der FPÖ, der sich nur der Hetze verschrieben hat, Hasspostings in den sozialen Medien und bedenkliche Biertisch-Meinungen zeigen uns aber, dass wir mehr denn je wieder Gefahr laufen, in die Falle zu tappen. Es ist daher absolut notwendig, JETZT Zeichen zu setzen, gegen diese Entwicklungen aufzustehen und diese nicht einfach passiv zu tolerieren. Es wäre schön, gerade in Braunau ein Zentrum zu schaffen, in dem insbesondere der Jugend Toleranz und Respekt vor anderen Menschen und Kulturen sowie Verantwortung für einander vermittelt werden kann. Ich würde mir dazu wünschen, dass das Haus auch eine Begegnungsstätte mit multikulturellen Veranstaltungen werden möge.”

Günter Winterstätter, Bürgermeisterkandidat der Grünen in Braunau am Inn

“Tue das, was Adolf am ehesten geärgert hätte. Ich kann mir vorstellen, dass ein Institut bzw Museum für die Geschichte des Rassismus (oder des Antisemitismus) das tun kann. Auf jeden Fall nicht das Haus abreissen . Ich habe die Diskussion vor 2-3 Jahren verfolgt und fand das Verschwinden des Orts (damnatio memoriae) die schlechteste Antwort auf die Herausforderung. Formale Ausreden über Besitz etc. dürfen nicht die Hauptrolle spielen.”

Moshe Zimmermann, Direktor des Richard-Koebner-Minerva-Zentrums für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem

“Sehr gerne dürfen Sie mich als Unterstützer des Projekts der Umwandlung des Hitler-Geburtshaus in ein Haus der Verantwortung in Ihre bereits beeindruckende Liste aufnehmen.”

Robert Zischg, Österreichischer Botschafter in Portugal